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Vatorex geht Bienen-Killern an den Kragen – zu Recht

 

Dem Startup Vatorex liegt die Gesundheit der Bienen am Herzen. Bienenvölker sterben zunehmend durch den Befall der Varroamilbe innert 3-4 Jahre komplett aus. Im Kampf gegen den Parasiten mussten Imker bisher sehr rigoros vorgehen, z.B. durch den Einsatz von Ameisensäure, Oxalsäure oder anderen schädlichen Pestiziden, welche für die Bienen als auch für den Imker Stress bedeuten. Vatorex hat eine alternative und natürliche Behandlungsmethode – ein Hyperthermiesystem – entwickelt, mit der der Parasit effektiv bekämpft und die Bienen geschont werden. Hierbei werden die Brutwaben aus dem Innern beheizt, sodass die Thermoregulation der Bienen überwunden wird. Wir haben das Jungunternehmen getroffen und sind mit ihnen ins Gespräch gekommen.

 

Was ist euer Hintergrund? Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Willi Brunner, der Ideengeber hinter Vatorex, ist langjähriger passionierter Imker. Die Säurebehandlung gegen die Varroamilbe war ihm seit langer Zeit ein Dorn im Auge, so hat er sich mit der natürlichen Behandlung mittels Hyperthermie befasst. Diese Methode war schon lange wissenschaftlich belegt, jedoch in der Praxis nicht anwendbar. Diese Lücke schliesst das Vatorex System.

Was wollt ihr mit eurem Vorhaben bewirken? Was motiviert euch?
Wir sehen grosses Potential in einer chemiefreien Varroabehandlung. Viele Imker möchten weg vom Säuregebrauch hin zu einer möglichst naturnahen Bienenhaltung. Verschiedene Stressfaktoren – Säurebehandlungen gehören dazu – führen jedes Jahr zu hohen Bienenverlusten. Dies möchten wir ändern. Als Motivation ist der enorme Anteil der Bienen an der weltweiten Bestäuberleistung Grund genug, uns täglich voll und ganz einzusetzen.

Arbeitet ihr Voll- oder Teilzeit an eurer Idee? Wie geht ihr mit der Arbeitsbelastung um?
Zwei von uns arbeiten Vollzeit, einer momentan noch Teilzeit. Was den Workload betrifft, muss man sicherlich bereit sein, Mehrarbeit zu leisten. Auch die Selbstorganisation und die emotionale Stabilität ist nicht zu unterschätzen, da man gemeinsam durch Höhen und Tiefen geht und Berufliches und Privates nahe beieinander sind.

Wo möchtet ihr in 3 Jahren stehen?
Unser Unternehmen soll sich etabliert haben und den Schritt in weitere Länder getätigt haben. Wir als Gründerteam sollen uns zusammen mit dem Projekt weiterentwickeln und den auf uns zukommenden Aufgaben gewachsen sein.

Warum sollte jemand in euer Startup investieren?
Die Gesundheit der Bienen als globales, ökologisches Thema betrifft uns alle. Wir haben ein System entwickelt, sich dieses Themas annimmt und das Problem löst. Nun soll unsere Methodik flächendeckenden Einsatz finden. Finanziell sind wir momentan solide aufgestellt, für die Internationalisierung wird zu einem späteren Zeitpunkt Geld benötigt.

Welche Rolle spielt Innovation im Rahmen eures Projektes und warum? Gibt es etwas was eure Idee besonders innovativ macht oder ist die Umsetzung innovativ?
Ohne Innovation hat ein Projekt selten eine Chance, insofern sehen wir diesen Aspekt als zwingende Voraussetzung. Unsere Idee ist nicht „rocket science“, neuartig ist aber die Umsetzung in einem System, welches praxistauglich und gleichzeitig effektiv funktioniert. Wie bei so vielen Projekten liegt die Krux oft im Detail und um die vielen kleinen Dinge zu vereinen sind innovative Ideen und kreative Konzepte gefragt.

Wie seid ihr bei der Entwicklung eurer Idee vorgegangen? Habt ihr selbst fundierte Fachkenntnisse?
Von Beginn an stand der pragmatische Ansatz im Vordergrund. Möchte man ein Produkt verkaufen, muss dieses kundenfreundlich sein. In dieser Hinsicht waren die fast 50 Jahre Imkererfahrung äusserst wichtig. Im Team spielen aber vor allem komplementäre Fähigkeiten eine wichtige Rolle. So decken wir ein breites Spektrum ab zwischen Empirie und Wissenschaft, Innovation und Erfahrung sowie Technologie und Kundenbedürfnissen.

 

Weitere Informationen sind auf www.vatorex.ch zu finden. Das Team ist unter info@vatorex.ch zu erreichen.

Website: http://www.vatorex.ch/

Impressionen:
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