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Surp

Plötzlich in Krakau

Reisen ins Blaue: Die St. Galler Jungfirma offeriert Überraschungsreisen für Kunden, die keine Zeit für Planung und Beratung haben.

Das Billigfliegen hat Städtereise zu einem einfachen Konsumgut gemacht. «In dieser Marktdynamik haben wir eine Chance gesehen», erklärt der HSG-Ökonom Andreas Näf. Er und seine beiden Mitgründer offerieren über die Plattform Surp Reisen, bei denen der Kunde erst auf dem Flughafen erfährt, wohin es geht. Keine Beratung, keine Planung; Namen eingeben, sechs Klicks und ab geht’s nach Valencia, Warschau, Oslo oder Palermo. Das Angebot zieht, vor allem bei jungen Leuten zwischen 18 und 35. Der Umsatz wird in diesem Jahr zum ersten Mal siebenstellig. Die Margen allerdings sind tief in der Reisebranche. «Deshalb», so Näf, «haben wir von allem Anfang an den Lean-Ansatz verfolgt». Alle Mitarbeiter sind noch berufstätig, das für Löhne eingesparte Geld fliesst in die Optimierung des Geschäftsmodells: 2019 sollen die ersten Volumenverträge mit lokalen Hotels abgeschlossen werden. Parallel dazu verbessert Surp den Service: Näf und seine Kollegen denken zum Beispiel über einen Chatbot nach, der die Kunden vor Ort mit Informationen und Tipps versorgt.

 

Kurs
Andreas Näf hat 2017 am Kurs Business Growth teilgenommen.