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SpectroLEAP

„Wertvolles Alumni-Netzwerk“.

 

Spinoff-Pläne am Institut für Quantenelektronik: Nach dem Doktoranden Justinas Pupeikis besuchte nun auch der Postdoc Chris Philipps einen Business Concept Kurs.

 

Warum, Herr Philips, wird die Laserspektroskopie die Welt verändern?

Weil der Laser schneller, flexibler und präziser ist als andere Strahlungsquellen. Er erlaubt die Detektion und Echtzeitbestimmung von unzähligen Molekülen in festen, flüssigen und gasförmigen Medien.

Ihr Kollege Justinas Pupeikis ging vor gute einem Jahr mit dem Projekt «InfraSniff» in den Business Concept-Kurs. Was hat sich seither getan?

Bei «InfraSniff» ging es um die chemische Analyse der Atemluft. Denn es gibt Hinweise, dass bestimmte flüchtige organische Stoffe ‒ sogenannten volatile organic compounds (VOC) ‒ auf bestimmte Krankheiten, zum Beispiel Lungenkrebs, schliessen lassen. Der Markt für medizintechnische Produkte ist allerdings stark reglementiert. Deshalb haben wir uns entschlossen, ein Lasersystem für mehrere Anwendungsfelder zu bauen. Wir adressieren jetzt auch Märkte mit weniger hohen Eintrittshürden: zum Beispiel die Prozess- und Qualitätskontrolle in der Pharma- oder Rohstoffindustrie.

Sie sprachen vom Markteintritt. Wann wird es so weit sein?

Das Patent auf unserem Lasersystem ist erteilt. Wir sind jetzt daran, einen Prototypen zu bauen. Mit den Spektroskopieanwendungen für die einzelnen Märkte möchten wir 2021 bereit sein.

Die Gruppe für ultraschnelle Laserphysik am Institut für Quantenelektronik hat schon diverse Spinoffs erlebt. Können Sie davon profitieren?

Bei unserer Chefin, der international bekannten Physikerin Ursula Keller haben bis heute rund 80 Wissenschaftler doktoriert. Sie alle arbeiten an Schlüsselpositionen in Wissenschaft und Industrie. Dieses Alumni-Netzwerk kann noch sehr wertvoll für uns werden.

 

Kurs
Chris Phillips hat am Business Concept Kurs im Frühling 2019 teilgenommen.