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Solovivo AG

Digitales Möbelhaus

Eile mit Weile: Der Bündner Rico Castelberg baut eine Online-Plattform für Schweizer Einrichtungshäuser auf.

 

Der Möbelhandel galt lange als resistent gegen die Digitalisierung. Tische und Betten werden meist auf Bestellung produziert und lassen sich nur schlecht retournieren; zwei Eigenschaften, die sie für den schnellen Onlinehandel ungeeignet erscheinen liessen. Dass sich nun eine Trendwende abzeichnet, hat mit technischen Möglichkeiten wie der Virtual Reality (VR) zu tun; sie erlauben es dem Kunden zum Beispiel, neue Möbel digital in die heimischen vier Wände zu beamen. «Doch Webapplikationen auf dem Stand der Technik sind teuer und sprengen das Budget der meisten Fachhändler», sagt Rico Castelberg.

Um kleineren und mittleren Möbelhäusern den Weg ins Internet zu ebnen, betreiben der 35-jährige Bündner und seine Partner den Möbelmarktplatz solovivo.ch. Seit Ostern ist die Plattform online, bis Ende Jahr will Branchenprofi Castelberg, der bis vor zwei Jahren selber ein Möbelhaus geführt hat, 40 Einrichtungshäuser aus der ganzen Schweiz gewonnen haben. Zurzeit gehen vor allem Ausstellungsstücke über den digitalen Ladentisch; grundsätzlich können die Partner aber ihr ganzes Sortiment aufschalten. Das Potenzial ist gross: Der Schweizer Möbelmarkt ist vier Milliarden schwer; der Onlineanteil liegt erst bei fünf Prozent.

 

Kurs
Rico Castelberg hat am Business Creation Kurs in 2017 teilgenommen.