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Silver Spec

«Man kann es auch intelligent machen“

 

Von wegen langweilig: Der ETH-Masterstudent Dylan Wolff beschäftigt sich seit Jahren mit der Art und Weise, wie neue Software ausgetestet wird.

 

Softwareentwickler gelten als innovationsorientierte und kreative Menschen. Sie, Herr Wolff, machen eine Einschränkung. Welche?

Wir alle – ich nehme mich da nicht aus – suchen Fehler in Softwarecodes wie noch vor 20 oder 30 Jahren. Es kommt gar nicht so selten vor, dass die Testprogramme mehr Zeilen beinhalten als das getestete Programm.

Worin besteht die Alternative?

Sie können auch auf intelligente Weise testen, nämlich indem Sie einen Kunden seine eigenen Spezifikationen definieren lassen und dann automatisch Tests aus diesen Spezifikationen generieren, um sicherzustellen, dass die Software nach der Fertigstellung das tut, was sie soll. Silver Spec unterstützt Software-Entwickler bei der Erstellung dieser spezifischen Tests. Ich vergleiche das mit der Wartung von Autos. Wenn Firmen ihre Fahrzeuge von externen Mechanikern unterhalten lassen, wird normalerweise jedes Auto der gleichen langwierigen Standardprüfung unterzogen. Silver Spec fragt stattdessen den Besitzer, wofür er oder sie das Auto braucht, und sucht gezielt nach möglichen Schwachstellen.

Testen ist Vertrauenssache. Wie wollen Sie als Startup den Markteintritt schaffen?

Darüber haben wir im Kurs viel gesprochen. Software ist im Zeitalter der Digitalisierung geschäftskritisch. Unternehmen und Behörden verlassen sich nicht so einfach auf eine neue Testmethodik. Deshalb wollen wir in einem ersten Schritt die Coder ansprechen.

Wie gehen Sie dabei vor?

Wir wollen auf Community-Plattformen oder im Begleitprogramm von Hackathons zeigen, wie unser System funktioniert und dass es den Testaufwand markant reduzieren kann.

Kurs
Dylan Wolff hat am Business Concept Kurs im Frühling 2020 teilgenommen.