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qCella

„Stoff als Heizung? Aber sicher!“

Imprägnieren mit Kupfer: Wie die ETH–Doktorandin Murielle Schreck den Markt für beheizte Kleidung revolutionieren will.

Auf Ihrer Webseite https://qcella.com ist von der nächsten Generation beheizbarer Textilien die Rede. Das müssen Sie erklären, Frau Schreck.

Wir heizen nicht den Stoff, sondern machen aus dem Stoff eine Heizung. Dies ist das Resultat von jahrelanger Forschung am Departement Materialwissenschaft der ETH Zürich. Im Kern geht es darum, dass wir Stofffasern mit Kupferpartikeln imprägnieren. Wird ein Stoff aus diesen Fasern mit einer Batterie verbunden, heizt er sich gleichmässig auf bis zu 65 Grad auf.

Sie haben auf diesem Gebiet doktoriert und werden in diesen Tagen promovieren. Wie geht’s dann weiter?

Das habe ich mich während meines Doktorates oft gefragt und ich kam zum Schluss, dass ich selber etwas aufbauen will. Deshalb habe ich den Business Concept-Kurs besucht. Als Nächstes werde ich mich nun um Grants und Fellowships bewerben, die es mir erlauben, das Projekt qCella weiterzuverfolgen. Bisher können wir nur kleine beheizbare Gewebestücke mit unserer Methode herstellen. Der nächste Schritt ist dann die Skalierung des Herstellungsprozesses.

Die Textilindustrie gilt nicht als sehr innovativ…

…da muss ich Ihnen widersprechen. Ich stehe in Kontakt mit drei etablierten Unternehmen, die sich sehr interessiert zeigen. Geholfen hat dabei sicher, dass ich vor den ersten Treffen viel recherchiert habe und zu verstehen versuchte, woran sie arbeiten und wo ich ihnen Mehrwert bringen kann.

Kurs
Murielle Schreck hat den Innosuisse Business Concept Kurs im Frühling 2021 besucht