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MoSan

Fäkalien als Rohstoff

Ideal für Katastrophengebiete und städtische Slums: Das installationsfreie Toilettensystem der Industriedesignerin Mona Mijthab.

 

Mehr als eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Sie erledigen ihre Notdurft im Freien, was zur Verbreitung von gefährlichen Durchfallerregern führt. Gefragt sind Lösungen wie das Sanitärsystem MoSan. Entwickelt hat es die Designerin Mona Mijthab in ihrer Masterarbeit an der Zürcher Hochschule der Künste.  «Meine Trockentoilette trennt die Fäkalien», erklärt Mijthab. Die festen und flüssigen Bestandteile können schliesslich eingesammelt, behandelt und zu Dünger oder Brennmaterial weiterverarbeitet werden. Die Pilotprojekte in Kenia verliefen erfolgreich. Jetzt sucht Mijthab Partnerschaften mit NGOs und Hilfswerken. Aber ihre Ambitionen gehen weiter: Mittelfristig soll MoSan zu einem Beispiel für ökonomisch nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit werden. «Ich stelle mir lokale Unternehmer vor, die auf Lizenzbasis Recyclingfirmen betreiben.»

 

Kurs
Mona Mijthab hat am Business Creation Kurs in 2014 teilgenommen.