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OPtimize

«Wir wollen neue Standards setzen»

Biotechnologie auf Weltniveau: Wie der 27-jährige ETH-Doktorand Mikail Levasseur Medizin und Pharmaforschung revolutionieren will.

Was fällt Ihnen zum Wort Protein-Engineering ein, Herr Levasseur? 

Für mich bedeutet dieser Begriff, Proteinen neue Eigenschaften zu geben, um sie für verschiedene Anwendungen einzusetzen. Weltweit gibt es zwei Topadressen auf diesem Gebiet, und die haben mich mit ihrer Arbeit fasziniert: Das Caltech und die ETH. Die Gruppe von Professor Donald Hilvert im Laboratorium für Organische Chemie der ETH kreiert Designer-Proteine, um Herausforderungen in der Medizin zu meistern. Deshalb habe ich mich um eine Doktorandenstelle in Zürich beworben.

Das Projekt, mit dem Sie in den Business Concept Kurs gingen, dreht sich um einen Protein-Käfig. Können Sie uns erklären, was es damit auf sich hat?

Das Einbringen von chemischen Wirkstoffen und biologischem Material ‒ zum Beispiel Erbinformationen ‒ ist aufwendig. Deshalb haben wir einen Container entwickelt, der es uns erlaubt, eine breite Palette von Ladungen effizient in die Zelle zu bringen.

Sie sehen zwei Anwendungen. Welche?

Im Startup Campus Kurs haben wir OP als eine vielseitige Transfektionstechnologie vorgestellt, welche die Forschung sowohl im akademischen Bereich als auch in der Industrie erleichtern und beschleunigen könnte. Eine weitere ansprechende Anwendung wäre in der Medizin denkbar, insbesondere in der Präzisionsonkologie: Unsere Proteinkäfige könnten in Krebszellen eindringen und Stoffe freisetzen, die helfen, den Tumor zu töten oder zu erkennen.

Noch betreiben Sie Grundlagenforschung. Trotzdem haben sie bereits einen Milliardenkonzern als Industriepartner gewonnen.

Richtig. Wir haben letzten Juni mit Lonza ein Innosuisse-Projekt gestartet. Ich denke die Lonza-Forscher sehen im Projekt OPtimize das Gleiche wie wir: Eine Chance, innerhalb der Life Scienes neue Standards zu setzen.

 

Kurs
Mikail Levasseur hat am Business Concept Kurs im Herbst 2020 teilgenommen.