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Mycoline

„Damit hätte ich nie gerechnet“.

 

Aus Theorie wird aufregende Praxis: Wie der 22-jährige EMPA-Praktikant Tine Kalac Teil eines einzigartigen Innovationsprojektes wurde.

 

Sie waren kaum ein paar Monate in der Schweiz und schrieben sich schon für einen Business Concept Kurs ein. Warum, Herr Kalac?

Die Holzwirtschaft hat zwei Seiten: eine traditionelle mit den bekannten Werkzeugen und Vertriebswegen. Der Werkstoff Holz hat aber auch eine Schnittstelle zur Welt der Hochtechnologie. Ich wollte herausfinden, was das Schweizer Startup-Ökosystem in dieser Hinsicht zu bieten hat.

Was geschah dann?

Wir wurden aufgefordert zu pitchen. Ich wählte zusammen mit einem Kollegen ein F&E-Projekt der EMPA mit dem Industriepartner Koster AG Holzwelten.

Worum ging’s?

Spaltiertes, von Pilzen gemasertes und trotzdem nicht faules Holz wird nur selten gefunden und ist extrem teuer. Es wird vor allem als dekoratives Element, etwa für Möbel, Armaturen oder Schmuckstücke verwendet. Das Team der EMPA und von Koster Holzwelten hat nun aber einen Weg gefunden, die Pilze zu kultivieren und auf Schnittholz anzusetzen. Ich suchte also den Kontakt mit Jakob Koster und er zeigte sich sofort bereit, uns und unseren Pitch zu unterstützen. Schliesslich zeigten wir in einem Businessplan verschiedene Vertriebsszenarien auf.

Wie geht es jetzt weiter?

Das hängt von Jakob Koster und seinen strategischen Überlegungen ab. Was mich betrifft, so war mein Plan, kommenden Herbst mein Studium in Ljubljana wieder aufzunehmen und abzuschliessen. Aber falls es mich im Projekt «Mycoline» brauchen sollte, werde ich natürlich gern in der Schweiz bleiben.

 

Kurs
Tine Kalac hat am Business Concept Kurs im Herbst 2019 teilgenommen.