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MNP Therapeutics

«Der Innosuisse-Kurs beeinflusste meine Forschungsarbeit».

 

Zwei Professoren brachten ihn auf die Spur: Der Doktorand Subas Scheibler erkundet das Potential von eisenbasierten Nanopartikeln für die Diagnose und Therapie von festen Tumoren.

 

Nanopartikel sind in der Krebsmedizin ein Riesenthema. Was ist Ihr Ansatz, Herr Scheibler?

Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken. Die Grundidee stammt von meiner Doktormutter Inge Herrmann von der ETH und von Hans-Josef Hug, in dessen Team an der EMPA St.Gallen ich gerade arbeite. Sie beschrieben ein Verfahren zur Produktion von eisenbasierten Nanopartikeln, die sehr stark magnetisch sind, gut verträglich und einfach zu handhaben. Vor zwei Jahren suchten die beiden einen Doktoranden, der ihre Forschungen weiterführt.

Sowohl Herrmann als auch Hug waren schon an Startups beteiligt. Wussten Sie das beim Bewerbungsgespräch?

Mir war von Anfang an klar, dass der Wissens- und Technologietransfer bei diesem Projekt einen hohen Stellenwert hat: Das Ziel ist der Transfer von physikalischer Grundlagenforschung in den Medizintechnikmarkt. Das was schliesslich auch der Grund, weshalb ich den Business Concept-Kurs besuchte.

Sie schlossen den Kurs vor den Sommerferien ab. Hatte der Austausch mit Investoren und Branchenexperten Einfluss auf Ihre Doktorarbeit?

Unbedingt! Dazu muss man wissen, dass magnetische Nanopartikel sowohl in der Diagnostik als auch in der Therapie von Tumoren zum Einsatz kommen können. Als Kontrastmittel können die Partikel zu schärferen Schnittbildaufnahmen führen. Sind sie einmal im Tumor, können sie aber auch therapeutisch von Nutzen sein. Man kann sie in einem Magnetfeld aufheizen, so dass sie die umliegenden Tumorzellen schwächen oder zerstören. Lange verfolgte ich in meiner Arbeit beide Anwendungen. Seit dem Kurs konzentriere ich mich auf die Diagnostik.

Warum?

Wir wollen ausnutzen, dass auf dem Markt für magnetische Kontrastmittel eine gewisse Unruhe herrscht: 2017 warnte die FDA, dass Gadolinium, eines der gebräuchlichsten Mittel zu schädlichen Ablagerungen im Gehirn führt.

Kurs
Subas Scheibler hat am Business Concept Kurs im Frühling 2020 teilgenommen.