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M-Therapeutics

„Wir machen kalte Tumore heiss“.

 

Im Kampf gegen den Krebs: Der Biologe Simon Bredl will dem Immunsystem helfen, selber mit Tumoren fertig zu werden.

 

Sie haben schon Startup-Erfahrung gesammelt, Herr Bredl. Wo war das?

Ich forschte bei der Zürcher Firma Redvax an einem Impfstoff gegen Herpes. Das Unternehmen wurde an Pfizer verkauft, ich zog in die USA, kehrte aber schon bald nach Zürich zurück. Seiter arbeite ich an Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene des Unispitals Zürich.

Ihr wissenschaftlicher Fokus liegt auf der Interaktion des Immunsystems mit Tumoren. Was geht da vor?

Normalerweise bekämpft das Immunsystem Eindringliche und Fremdkörper. Bei Krebserkrankungen ist das aber oft nicht der Fall. Vor allem solide Tumore wehren die Fresszellen ab und bringen sie ausserdem dazu, ein so genannt immunsuppressives Milieu herzustellen. Das Immunsystem denkt, dass alles in Ordnung sei. Diesen Mechanismus wollen wir stoppen.

Wie?

Wir programmieren die Fresszellen gentechnisch so um, dass sie beim Tumor eine Entzündung auslösen, die ihrerseits Killerzellen anlockt. Wir machen kalte Tumore heiss.

Profitieren Sie bei Ihrem Projekt von Ihrer Vergangenheit in der Industrie?

Durchaus. Ich kenne die nächsten Meilensteine. Es gilt, die Finanzierung für die nächsten ein, zwei Jahre sicherzustellen und gleichzeitig Beziehungen mit Big Pharma aufzubauen. Ausserdem weiss ich schon, wo wir uns im Falle eine Gründung niederlassen wollen.

Wo?

Im Biotechnopark Schlieren, das perfekte Biotop für Life Sciences-Startups.

 

Kurs
Simon Bredl hat am Business Concept Kurs im Frühling 2019 teilgenommen.