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„Ein Infarkt verändert das Leben“.

 

Weil jede Sekunde zählt: Marcel Rohner gehört zu einem Team, dass eine Augmented-Reality-Anwendung für Nothelfer bauen will.

 

Praktisch jeder Schweizer durchläuft einmal im Leben einen klassischen Nothelferkurs. Reicht das nicht, Herr Rohner?

Nicht immer, wie das Beispiel Herzinfarkt zeigt. Jedes Jahr erleiden 40 000 Schweizer eine Herzattacke. 8000 Patienten sterben; viele von ihnen, weil niemand da ist, der zeitnah die nötigen Reanimationsmass-nahmen vornimmt. Denn man muss wissen: Mit jeder Minute, die nach einem Herzkreislaufstillstand verstreicht, sinkt die Überlebenschance um zehn Prozent.

Wie kann eine Augmented-Reality (AR)-Anwendung Abhilfe schaffen?

AR verknüpft digitale Inhalte mit einem realen Objekt. Für das Training eines Verhaltens in einer extrem stressigen Situation ist diese Kombination perfekt. Der angehende Nothelfer erlebt über seine Datenbrille eine ‚echte‘ Umgebung ‒ zum Beispiel eine belebte Strasse ‒ und hat gleichzeitig die Hände frei für die Arbeit an einem ‚realen‘ Dummy.

Nothelferkurse werden von Non-Profitorganisationen durchgeführt. Wie wollen Sie Geld verdienen?

Wir setzen darauf, dass sich ein Kursanbieter mit unserem Tool profilieren kann. Ausserdem sprechen wir auch Grossfirmen an. Das Gesetz verpflichtet sie, betriebsinterne Nothelferkurse durchzuführen.

Seit Anfang Jahr arbeiten Sie als Ingenieur im Innovationspark des Ostschweizer Maschinenherstellers Bühler. Bleibt Ihnen Zeit für ein Startup?

Wir sind zu dritt und diskutieren im Moment die Aufgabenverteilung. Klar ist für mich, dass ich dabeibleiben will. Mein Vater erlitt einen Herzinfarkt. Er ging glimpflich aus, aber ein solcher Vorfall verändert das Leben für immer.

 

Kurs
Marcel Rohner hat am Business Concept Kurs im Frühling 2019 teilgenommen.