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Juvabis

Wettlauf mit den Superbugs

Immer mehr Krankheitserreger sind gegen herkömmliche Antibiotika resistent. Die Testplattform der Jungfirma Juvabis weist der Forschung neue Wege.

 

Antibiotika sind natürlich vorkommende Mikrobengifte, die seit den 70iger Jahren des 20. Jahrhunderts chemisch optimiert werden. Das Problem dabei: Die Forscher erkennen erst spät, ob ein modifiziertes Antibiotikum neben den Erregern auch Körperzellen angreift und Nebenwirkungen verursacht. «Das steigert die Kosten und hemmt den medizinischen Fortschritt», sagt Juvabis-CEO Sven Hobbie. Tatsächlich kommen zurzeit kaum noch neue antibakterielle Medikamente auf den Markt. Hobbie und seine Kollegen von der Uni und ETH Zürich haben nun  eine Testumgebung entwickelt, mit der sich das Risiko von Nebenwirkungen schon im Reagenzglas minimieren lässt. 2018 wollen die Gründer den ersten Wirkstoffkandidaten in die klinische Erprobung schicken. Aus Sicht der Medizin ist die Beschleunigung der Antibiotikaforschung dringend geboten: zurzeit sterben weltweit jedes Jahr rund 700.000 Patienten an resistenten Keimen. «Und wenn wir nichts unternehmen», warnt der Mikrobiologe Hobbie, «wird sich diese Zahl vervielfachen.»

 

Kurs
Sven Hobbie hat am Business Creation Kurs in 2016 teilgenommen.