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InkVivo

«Wir gehen dorthin, wo der Schmerz entsteht»

Die zündende Idee kam im Business Concept Kurs: ETH-Doktorand Elia Guzzi arbeitet an einem neuartigen Abgabesystem für Schmerzmittel.

Sie haben zusammen mit Ihrem Professor entschieden, einen Gründerkurs zu besuchen, Herr Guzzi. Warum?

Wir hatten eine Basistechnologie, die es erlaubt, vom Körper resorbierbare und mit Nanopartikeln angereicherte Hydrogels zu drucken. Für das entsprechende Patent waren wir letzten Sommer als Top-5-Finalist des ETH Spark Awards nominiert. Wir hatten auch schon Anwendungen in den Bereichen Krebstherapie und regenerative Medizin im Kopf. In den Kurs ging ich, um diese Ideen zu verfeinern.

Doch dann kam alles anders?

Mein Projekt war eines von fünf, die im Kurs weiterverfolgt wurden. Mit Beginn des Kurses begannen wir, Chirurgen zu kontaktieren, und wir fanden einen Anästhesisten, der stark an unserer Technologie interessiert war. Wir beschlossen als Team, einen Pivot zu machen und uns mit dem postoperativen Schmerzmanagement zu beschäftigen. Denn man muss wissen: Drei Viertel aller Patienten leiden nach einer Operation noch Tage oder sogar Wochen unter starken Schmerzen.

Wie sieht die InkVivo-Lösung konkret aus?

Wir drucken einen Hydrogel, der Schmerzmittel in Form von Nanopartikeln enthält. Das fingergliedgrosse Teil kann in Wundnähe implantiert werden und gibt dort kontrolliert schmerzstillende Substanzen ab. Es handelt sich um ein präzisionsmedizinisches Abgabesystem, das den Magen, die Nerven und den Stoffwechsel des Patienten schont.

Sind Sie wieder Einzelkämpfer oder haben Sie noch Kontakt mit den Kursteilnehmern, die auf Ihrem Projekt gearbeitet haben?

Wir waren ein gutes Team während des Kurses und beschlossen, in Kontakt zu bleiben. Im Moment definieren wir, wer künftig welchen Beitrag zum Projekt leisten kann.

Kurs
Elia Guzzi hat am Business Concept Kurs im Herbst 2020 teilgenommen.