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InfraSniff

«Wir betreten absolutes Neuland».

 

Zwischen Quantenelektronik und Medizin: Justinas Pupeikis will die Atemluft für diagnostische Zwecke nutzen.

 

Was sagt Ihnen der Name Ursula Keller, Herr Pupeikis?

Sie ist meine Professorin und hat eben den Europäischen Erfinderpreis für ihr Lebenswerk gewonnen. Vor allem wegen ihr gehört unser Institut für Quantenelektronik zu den weltweit führenden Adressen im Bereich der Lasertechnik. Frau Kellers Arbeiten haben der Lasertechnologie neue Anwendungsfelder erschlossen; zum Beispiel das Gebiet, auf dem ich arbeite: der Detektion von sogenannten volatile organic compounds (VOC), flüchtigen organischen Stoffen.

Was könnte das für die Medizin bedeuten?

Es gibt starke Hinweise darauf, dass Krankheiten – zum Beispiel ein Lungentumor – Spuren in der molekularen Zusammensetzung der Atemluft hinterlassen.

Weshalb wird diese Einsicht bisher nicht genutzt?

Heute wird für die Analyse von VOCs ein Massenspektrometer benötigt. Diese Geräte sind aber sehr teuer und diffizil in der Handhabung.

Mit Ihrem Gerät «InfraSniff» wollen Sie eine Alternative anbieten…

So ist es. Ich habe die Absicht, einen Teil unseres Wissens hier zu kommerzialisieren. Meine Vision: Die Analyse der Atemluft soll so aufschlussreich werden wie ein Bluttest. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg: zuerst muss ich meine Doktorarbeit abschliessen.

Welche Wege stehen Ihnen danach offen?

Ich könnte mich beispielsweise für ein «Pioneer Fellowship» der ETH bewerben.

 

Kurs
Justinas Pupeikis hat am Business Concept Kurs im Frühling 2018 teilgenommen.