Alle Startups sehen

Salvus

Für Materialprüfung und Medizin

Mit viel Durchblick: Der Kanadier Michael Afanasiev entwickelt eine Software, welche der Ultraschalltechnik neue Wege weist.

 

Wie läuft‘s mit der Doktorarbeit, Herr Afanasiev?

Danke. Gut. Ich habe mein Studium an der ETH letzten Freitag abgeschlossen.

Herzliche Gratulation! Sie werden Ihrem Thema treu bleiben. Worum geht es genau?

Um eine markante Verbesserung der Ultraschalltechnik. Die heute verwendeten Geräte messen die Zeit, welche der Schall, beziehungsweise dessen Echo unterwegs ist; daraus generieren sie ein Bild der unter der Oberfläche liegenden Strukturen. Unsere Software hingegen wertet nicht nur die «Flugzeit» der Schallwellen aus, sondern auch deren unterschiedlichen Formen. Daraus ergeben sich zwei Vorteile: wir gewinnen mehr Informationen und wir können auch komplexe geometrische Objekte untersuchen.

Wo sehen Sie die Anwendungsgebiete der neuen Technologie?

Dort wo der Ultraschall schon heute eine grosse Rolle spielt: in der zerstörungsfreien Materialprüfung und in der medizinischen Diagnostik.

Wirklich nahe beieinander liegen diese beiden Zielmärkte nicht. Haben Sie schon Vorstellungen, wie Sie Ihre Innovation vermarkten wollen?

Die Medtech-Industrie ist hochgradig reguliert. Die Eintrittshürde für einen Startup ist hoch. Hier würden wir wohl die Zusammenarbeit mit einem Lizenznehmer anstreben. Den Materialprüfungsmarkt möchten wir selber bearbeiten. Hier sehen wir und als Softwareanbieter und Berater.

Was ist der nächste Schritt?

Im Moment bewerben wir uns um ein Pioneer Fellowship der ETH sowie um die Teilnahme am Innovationsförderprogramm Bridge Discovery von Innosuisse und Nationalfonds.

 

Kurs
Michael Afanasiev hat am Business Concept Kurs im Herbst 2016 teilgenommen.