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Die Tücken der Fallpauschale

Business-Knowhow für Spitäler: Der Arzt Tarun Mehra und der ETH-Ökonom Tobias Wekhof steigen ins Beratungsgeschäft ein.

Heilungsverläufe sind selten vollständig planbar. Trotzdem gelten die Krankenkassen seit Anfang 2012 alle stationären Behandlungen pauschal ab; von der quasi ambulanten Meniskusoperation bis zur langwierigen, oft mit Komplikationen verbundenen Therapie einer grossflächigen Verbrennung. «Für die Spitäler resultiert daraus eine erhebliche finanzielle Unsicherheit», erklärt Tarun Mehra vom Unispital Zürich. Beseitigen lässt sie sich nicht, aber immerhin statistisch eingrenzen. Mehra und sein Partner Tobias Wekhof sind in der Lage, aus den historischen Daten eines Spitals die finanziellen Risiken der einzelnen Fallgruppen zu berechnen. Als Kunden peilen die Beiden Spitalverwaltungen an, denen sie helfen wollen, ihre Investitionen zu steuern. Daneben sehen sie sich aber auch als Partner von Banken und Consultingunternehmen, die im Gesundheitswesen engagiert sind. Für Tarun Mehra ist klar: «Wenn der medizinische Fortschritt bezahlbar bleiben soll, müssen wir mehr betriebswirtschaftliche Effizienz ins System bringen».

 

Kurs
Tarun Mehra hat am Business Concept Kurs im Frühling 2017 teilgenommen.