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„Clubs wie GC und Brügge sind interessiert“.

 

Maschinenlernen meets Ultraschall: Wie die Osteopathin Jana Maes bei Spitzensportlern das Verletzungsrisiko reduzieren und die Rehabilitation verbessern will.

 

Was genau geschah am 24. August 2018 im Hotel Beau-Rivage Palace in Lausanne, Frau Maes?

Ich besuchte ein Bargespräch der Networking-Organisation Swiss Ladies Drive. Dabei lernte ich die Physikerin Sophia Borowka kennen. Wir kamen ins Gespräch und diskutierten unter  anderem ihren Plan, einen Massageroboter zu entwickeln. Ein Wort gab das andere und  schliesslich stand eine Idee, die wir noch heute verfolgen: Die Verknüpfung von Ultraschall-Diagnostik mit selbstlernenden Algorithmen.

Welches medizinische Problem lösen Sie damit?

Heute ist es so, dass bei Spitzensportlern mit Weichteilverletzungen ‒ zum Beispiel wenn der Verdacht auf einen Muskelfaserriss besteht ‒ ein Magnetresonanztomogramm erstellt wird. Das ist teuer und liefert nur Momentaufnahmen. Wir setzen auf Ultraschall und haben eine Vorrichtung entwickelt, die es erlaubt, von einem Körperteil periodisch und in immer gleicher Weise Ultraschallaufnahmen zu machen. Unsere Algorithmen vergleichen die Bilder und dokumentieren den Heilungsprozess.

Im Moment arbeiten Sie am Prototyp. Haben Sie schon Kontakt mit potentiellen Nutzern?

Wir führen Gespräche mit zwei Proficlubs: mit dem Schweizer Grasshopper Club und dem belgischen Spitzenclub Brügge. Beide Vereine haben die Absicht, unser System zu testen.

Langfristig soll Ihr System nicht nur der Rehabilitation, sondern auch der Prävention dienen. Wie das?

Mit der Zeit werden wir über einen riesigen Pool von Gewebebildern verfügen. Unsere KI-Plattform wird darin Muster erkennen, die auf die Anfälligkeit für bestimmte Verletzungen hinweisen. Das erlaubt dem Sportler, sein Trainingsprogramm anzupassen.

 

Kurs
Jana Maes hat am Business Concept Kurs im Herbst 2019 teilgenommen.