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Besucherservice für ältere Menschen

Einsamkeit ist gesellschaftliches Problem.

Austausch zwischen den Generationen: Mario Diener wollte einen studentischen Besuchsservice für ältere Menschen aufziehen.

Wie, Herr Diener, kommt ein Bachelor der Volkswirtschaft dazu, sich für die Pflege zu interessieren?

Ich habe während des Studiums während anderthalb Jahren eine demente Frau begleitet; während zwei Halbtagen die Woche. Der Kundin hat es gut getan und für mich war es ein sinnvoller Nebenjob. Da dachten wir, dass sich dieses Modell multiplizieren liesse.

Heute arbeiten Sie beim WWF. Das Projekt kam schliesslich nicht zustande. Gab es kein Bedürfnis?

Einsamkeit im Alter ist ein schwerwiegendes Problem. Laut Bundesamt für Statistik fühlt sich jeder Dritte Rentner ‒ wir reden von rund 400 000 Menschen ‒ manchmal oder oft einsam. Wir mussten aber feststellen, dass es für unsere Dienstleistung zwei Knackpunkte gibt.

Welche?

Erstens gibt es Angebote von Stiftungen, die mit Freiwilligen arbeiten; gegenüber diesen Mitbewerbern wären wir mit unserem Plan, den Studenten faire Löhne zu bezahlen, zu teuer gewesen. Zweitens war es gar nicht so einfach, mit der Zielgruppe in Kontakt zu kommen. Einsame Menschen schotten sich ab, nehmen eben nicht mehr am sozialen Leben teil. Betriebswirtschaftlich ausgedrückt. Die Kundenakquise hätte uns zu viele Ressourcen gekostet.

Was nehmen Sie mit aus dem Kurs?

Ich habe gelernt, wie man ein unternehmerisches Projekt angeht. Es gibt da eine Methodik, die einem hilft Fehler zu vermeiden. Wir zum Beispiel haben die Killerfaktoren früh erkannt und deshalb rechtzeitig aufgehört. Wertvoll waren aber auch die vielen Gespräche mit Kursteilnehmern, Stiftungsvertretern, Behörden und potenziellen Kunden.

 

Kurs
Mario Diener hat 2018 am Kurs Business Creation teilgenommen.