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Batterie-Elektroden

Doping für Akkus

Schneller laden bei gleicher Leistung: Wie Martin Ebner, Postdoc an der ETH Zürich, die Lithium-Ionen-Batterie optimieren will.

 

Wiederaufladbare Batterien für tragbare Elektronika generieren ein weltweites Marktvolumen von rund zehn Milliarden Franken. Die Standardtechnologie arbeitet unter anderem mit der Einlagerung von positiv geladenen Lithium-Ionen in eine dünne Graphitschicht − und sie leidet seit der Einführung Anfang der 90er-Jahre unter einem Dilemma: je höher die Energiedichte der Akkus, desto länger dauert die Ladung. «Auflösen lässt sich der lästige Antagonismus nicht», weiss Martin Ebner. Doch dem ETH-Ingenieur ist es nun gelungen, die Ladungszeit bei gleicher Leistung stark zu verkürzen. Möglich macht‘s eine neuartige Architektur der Graphitschicht. Die ETH glaubt an das neue Verfahren und hat dem 29-Jährigen ein 18-monatiges Pioneer Fellowship verliehen. «In dieser Zeit», so Ebner, «will ich die Grundlage für eine industrielle Anwendung schaffen.»

 

Kurs
Martin Ebner hat am Business Creation Kurs in 2014 teilgenommen.