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Aseptuva

„Eine Lungenentzündung braucht niemand“.

 

Der Lebensretter: ETH-Doktorand Eashan Saikia will die Zahl der Lungenentzündungen als Folge von künstlichen Beatmungen drastisch reduzieren

 

Was, Herr Saikia, ist so gefährlich an einer künstlichen Beatmung?

Die Beatmungsröhre in den Atemwegen des Patienten verhindert den natürlichen Schleimfluss und damit den laufenden Abtransport von Krankheitserregern. Dazu kommt, dass in einem Spital ohnehin mehr gefährliche Keime herumschwirren als in einer natürlichen Umgebung. Vor allem Patienten auf Intensivstationen leiden darunter: Allein in den USA stecken sich Jahr für Jahr 150 000 Menschen mit einer ventilator-associated pneumonia (VAP) an.

Sie Sind Maschineningenieur. Wie sind Sie auf dieses Problem gestossen?

Im Durchschnitt erkrankt weltweit jeder dritte Beatmungspatient an VAP; in Entwicklungsländern wie Indien, wo ich ursprünglich herkomme, ist die Rate sogar noch höher. Ein befreundeter Arzt machte mich darauf aufmerksam und ich beschloss eine Lösung zu finden.

Wie sieht Ihre Lösung aus?

Wir bei Aseptuva entwickeln derzeit ein Gerät, das den Luftröhrenschlauch regelmäßig reinigt. Technische Einzelheiten können wir nicht offenlegen, da wir dabei sind, ein Patent anzumelden.

Finden Sie als Doktorand am Institut für Baustoffe der ETH noch Zeit für Ihr Startup-Projekt?

Ende Jahr werde ich meine Doktorarbeit abschliessen. Bis dann leisten ich und meine Kollegen die nötigen Vorarbeiten im Bereich Finanzierung und medizinische Partnerschaften.

So richtig los geht es erst 2021?

Richtig. Ab dann geht es Schlag auf Schlag: in Vitro-Tests, Tierversuche und schliesslich die klinische Erprobung am Menschen. Ich bin extrem zuversichtlich, dass es klappen wird; insbesondere weil die Schweiz ein hervorragender Boden ist für ein wissenschaftsbasiertes Startup.

 

Kurs
Eashan Saikia hat am Business Concept Kurs im Herbst 2019 teilgenommen.