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Aqua Compass

«Jedes Tier hinterlässt Spuren».

 

Eine Amerikanerin in der Schweiz: Kristy Deiner entwickelt ein KIT für den genetischen Artennachweis im Wasser.

 

Amerika, Frau Deiner, gilt als Land der unbegrenzten unternehmerischen Möglichkeiten. Was hat Sie bewogen, hier in der Schweiz einen Gründerkurs zu besuchen?

Erstens lebe ich ‒ mit Unterbrüchen ‒ schon bald ein Jahrzehnt hier. Und zweitens bietet die Schweiz hervorragende Bedingungen, um ein wissenschaftsbasiertes Startup aufzubauen.

Aqua Compass heisst Ihr Projekt. Wer will wissen, welche Organismen sich in einem See oder einer Fluss tummeln?

Das Schlagwort heisst Biodiversität. Sie nimmt in vielen Lebensräumen ab; nicht zuletzt übrigens, weil gebietsfremde Arten einwandern und sich ohne natürliche Feinde ungestört ausbreiten können. Wenn wir diesen Prozess, der sich mit dem Klimawandel noch beschleunigt hat, kontrollieren wollen, müssen wir die Lebensräume permanent überwachen. Im Wasser ist das jedoch nicht ganz so einfach. Hier haben DNA-basierte Artennachweise grosses Potential.

Als Käufer Ihrer KITs sehen Sie vor allem Behörden und NGOs?

Nicht nur. Aquakulturen sind weltweit ein Milliardenbusiness. Auch dort können invasive Organismen erhebliche Schäden anrichten.

Wie sieht Ihr Geschäftsmodell aus?

Wir decken die ganze Wertschöpfungskette ab: Neben dem Verkauf der KITs offerieren wir sowohl die Sequenzierung der Proben, als auch die Bestimmung der darin vorkommenden Arten.

Ein ehrgeiziges Projekt!

Deshalb habe ich auch zwei starke Partner: Die Biologin Elvira Mächler von der EAWAG und den Bioinformatiker Vasco Elbrecht.

 

Kurs
Kristy Deiner hat am Business Concept Kurs im Herbst 2018 teilgenommen.