Alle Startups sehen

Aipha

«Auch 3D-Kameras können selber lernen».

 

IT-Crack mit Sinn fürs Geschäft: Timo Hackel will mit seinen Algorithmen die Qualitätskontrollen in der industriellen Fertigung verbessern.

 

In Ihrem Fachgebiet, Herr Hackel, sind Sie eine international bekannte Koryphäe. Was genau verschafft Ihnen diesen Ruf?

Während des Studiums in Karlsruhe und an der ETH habe ich mich mit dem noch jungen Fachgebiet des maschinellen Lernens aus 3D-Daten befasst. Ich besuchte Kongressen und habe fleissig publiziert…

…bis Sie eines Tages per Zufall feststellten, dass Dritte mit Ihrem Geistigen Eigentum Geschäfte machen.

Da hab‘ ich mir gedacht: das kann ich auch! Ich begann mein Knowhow als Dienstleistung anzubieten. Meine Kunden sind namentlich Anlagenbauer, die mit einer optischen Qualitätskontrolle arbeiten. Mit meinen Algorithmen kann die Software einer 3D-Kamera aus den Bilddaten Schlüsse ziehen; sie ‚erkennt‘ Muster und optimiert sich selber.

Sie haben die ETH nach Abschluss Ihrer Doktorarbeit verlassen und gründeten eine eigene Firma. Was steht im Businessplan?

Ich habe nicht vor, etwas mit der grossen Kelle anzurühren. Aber natürlich hat man kommerzielle Ziele. Mittelfristig möchte ich ein Produkt ‒ zum Beispiel ein ganzes Qualitätskontrollsystem ‒ herstellen und vertreiben. Die Nachfrage wäre vorhanden. Der Markt für 3D-Qualitätskontrollen ist allein in Deutschland rund 350 Millionen Euro schwer.

Wie gehen Sie vor?

Über meine Dienstleistungsaktivitäten habe ich die nötigen Kontakte. Im Idealfall gelingt es jetzt, meine Ideen mit Pilotstudien zu validieren.

 

Kurs
Timo Hackel hat am Business Concept Kurs im Herbst 2018 teilgenommen.