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AeroPept

„Für bessere Krebsmedikamente“

Stabilität und Diversität: Warum der Mikrobiologe Agneya Bhushan eine Peptid-Bibliothek anlegen will.

Was, Herr Bhushan, ist ein Peptid?

Peptide sind aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle, die jedoch kleiner als Proteine sind. Im Körper kommen sie unter anderem als Hormone, Neurotransmitter oder Wachstumsfaktoren vor.

Und was ist Microvirgula aerodenitrificans?

Ein Bakterium, das wir mit einer patentierten Methode dazu bringen, neuartige Peptide zu produzieren: Peptide mit Aminosäuren-Kombinationen, die so in der Natur nicht vorkommen.

Sie arbeiten an den Bausteinen des Lebens. Der Weg zu einer kommerziellen Nutzung scheint sehr weit. Mit welchem Konzept gingen Sie in den Business Concept Kurs?

In der Wissenschaft ist man überzeugt, dass Pepide aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften viel Potential als Wirkstoffe gegen Tumore haben könnten. Nur gibt es bisher nicht genug verschiedene und hinreichend stabile Peptide, um diese Hypothese zu bestätigen oder zu entkräften. Mit unserer Methode lässt sich dieser Engpass beheben. Unser Ziel ist es, regelrechte Bibliotheken mit so genannten new-to-nature-Peptiden anzulegen.

Die technische Grundlage Ihrer Innovation wurde von der ETH Zürich international patentiert. Hatten Sie auch schon Industriekontakte?

Ja, ich hatte die Gelegenheit, mich mit den Peptid-Forschern von Novartis auszutauschen. Das Echo war sehr positiv. Mitte 2022 sollte das Proof of concept vorliegen. Dann sehen wir weiter.

Kurs
Agneya Bhushan hat den Innosuisse Business Concept Kurs im Frühling 2021 besucht