Firmengründung – damit der Stress nicht überhandnimmt

Juli 24, 2017   

Gastbeitrag der Zürich Versicherung

Firmengründer arbeiten viel, denken sich in diverse neue Themen ein und müssen tausend unbekannte Situationen meistern: alles ganz schön aufregend! Doch ab wann ist die Aufregung zu gross und der Stress zu viel?

Beim Aufbau der eigenen Firma ist alles neu und spannend: Sie verspüren Stolz und Freude, wenn Sie einen neuen Kunden gewinnen oder Ihre erste Lieferung vornehmen. Gleichzeitig erleben Sie auch vieles, womit Sie nicht gerechnet haben. Tag für Tag müssen Sie schnell reagieren, flexibel handeln und wichtige Entscheide für die Zukunft Ihrer Firma treffen. Dies kann zu Stress führen. Und Stress kann krank machen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie ihn rechtzeitig erkennen.

Was ist Stress genau?

Stress ist die natürliche Reaktion unseres Körpers auf Gefahren und Bedrohungen. Bei modernen Menschen entsteht Stress, wenn wir uns überfordert fühlen – ein Gefühl, das wohl jeder Firmengründer schon einmal hatte. Auch eine fliessende Grenze zwischen Arbeitswelt und Privatleben, zum Beispiel durch die ständige Erreichbarkeit per Telefon und E-Mail, birgt Risiken. Dabei kann Stress durchaus etwas Positives sein, wenn wir zum Beispiel an einer spannenden Aufgabe arbeiten, uns verlieben oder ein Fussballspiel unserer Lieblingsmannschaft anschauen. Diese Art von Stress kann man lange aushalten.

«Guter Stress steigert die Motivation, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit.»

Ein Firmengründer, der endlich «sein eigenes Ding macht», erlebt hoffentlich jede Menge positiven Stress. Doch die Selbstständigkeit hat auch ihre Schattenseiten – und die können negativen Stress verursachen: Plötzlich ist man für alles alleine verantwortlich. Möglicherweise kommen die Aufträge zunächst schleppend herein und das Geld wird knapp. Vielleicht verursachen die Dauerbelastung und der Schlafmangel sogar Probleme in der Partnerschaft oder im Familienleben. Dann wird es höchste Zeit, den Stresslevel zu vermindern – bevor er gesundheitliche Folgen zeigt oder gar ein Burn-out entsteht.

 

Expertentipp: So können Sie Stress reduzieren

Als Selbstständiger sind Sie täglich gefordert. Bleiben Sie trotzdem in Balance und halten Sie sich auch bei grosser Arbeitsbelastung Zeitfenster für Privates und für entspannende Aktivitäten offen. Ein fester Wochenplan, der auch Platz hat für Sport und Freunde, hilft Ihnen dabei. Trennen Sie im beruflichen Bereich das Wichtige vom Unwichtigen. Suchen Sie sich Gesprächspartner, mit denen Sie Entscheide rund um Ihre Firma besprechen können. Und bei allem, was mit Versicherungen zu tun hat, halten wir Ihnen den Rücken frei.

 

zur_img_sec_0576
Copyright: Zürich Versicherung

Anzeichen eines Burn-outs

Verhaltensänderungen:

  • Beruf zum hauptsächlichen Lebensinhalt erklären
  • Gefühl der Unentbehrlichkeit und Unersetzbarkeit am Arbeitsplatz
  • Hyperaktivität und Ruhelosigkeit, trotz Krankheit zur Arbeit gehen
  • Gereiztheit, oft rasches Aufbrausen, Aggressivität
  • sozialer Rückzug, häufiges Weinen bei geringen Anlässen, Nägelkauen
  • Mahlzeiten im Stehen zu sich nehmen, ständiges Zuspätkommen

Körperlich:

  • Magenprobleme, Herzrasen, Atembeschwerden, Schlafstörungen
  • Rückenschmerzen, Tinnitus, Schwindel

Emotional:

  • Verzweiflung und Depression, negatives Denken, geringes Selbstwertgefühl
  • Hilflosigkeit, Gedankenkreisen, Wortfindungsstörungen, Konzentrationsstörungen, Entscheidungsschwierigkeiten, Vergesslichkeit
  • Panikgefühl, Unsicherheit, Einsamkeit, Wut, Resignation, ständige Traurigkeit,
    Überempfindlichkeit auf Reize, innere Antriebslosigkeit

Möchten Sie mehr wissen? Alles zum Thema «Gesund bleiben» finden Sie unter zurich.ch.